Ich weiss noch gut, wann mir zum ersten Mal wirklich klar wurde, dass ich beruflich so nicht noch viele Jahre weitermachen wollte.
Viele Frauen beginnen ihre berufliche Neuorientierung nicht mit einer Kündigung oder einem fertigen Plan. Oft beginnt sie mit einem stillen Gefühl: Eigentlich stimmt vieles – und trotzdem passt es nicht mehr.
Der Moment, in dem etwas nicht mehr stimmte
Ich sass in einem Jour fixe in der Bank. Das ganze Team war im Sitzungszimmer, wir besprachen eine Investitionsmöglichkeit, die wir unseren Klienten empfehlen sollten. Nach aussen war alles sauber aufbereitet und gut verpackt.
Und trotzdem merkte ich während des Gesprächs, wie sich in mir etwas zusammenzog. Da war ein Druck in der Brust und gleichzeitig ein sehr klarer Gedanke: Ich kann das meinen Klienten nicht mit gutem Gewissen empfehlen.
Denn ich wusste, dass diese Lösung erhebliche Risiken für meine Klienten hatte und am Ende vor allem für die Bank interessant war. Meine Klienten vertrauten mir. Genau dieses Vertrauen wollte ich nicht ausnutzen.
Es war kein lauter Moment. Niemand im Raum hätte vermutlich geahnt, was in mir gerade passierte. Ich wurde einfach still. Aber innerlich war plötzlich da: Ich gehöre hier nicht mehr hin.
Dieser Termin war nicht der einzige Grund. Aber er machte sichtbar, was schon länger in mir arbeitete.
Warum Veränderung gerade dann schwer ist, wenn vieles gut läuft
Nach aussen stimmte damals vieles. Ich hatte eine gute Position, ein gutes Einkommen, Erfahrung, Verantwortung und Menschen, die mir vertrauten. Gerade deshalb war es so schwer, mir einzugestehen, dass etwas nicht mehr passte.
Vielleicht kennst Du dieses Gefühl in Deiner eigenen Form. Nach aussen läuft vieles, und trotzdem wird innerlich eine Frage immer lauter: Soll das wirklich mein Weg bleiben?
Manchmal ist es nicht das ganze Berufsleben, das nicht mehr stimmt. Manchmal ist es eher ein Weg, der einmal gepasst hat und mit der Zeit zu eng geworden ist.
Ich glaube, genau das macht berufliche Veränderung oft so anspruchsvoll. Es geht nicht immer darum, dass etwas im Aussen offensichtlich falsch ist. Manchmal ist der entscheidende Punkt viel stiller. Man merkt einfach, dass der bisherige Weg nicht mehr zu dem passt, was einem heute wichtig ist.
Dieses Gefühl darf ernst genommen werden
Wenn im Aussen vieles gut aussieht und innerlich trotzdem ein klares Nein da ist, dann ist das nicht einfach Undankbarkeit. Es kann ein ehrlicher Hinweis darauf sein, dass Du Dich verändert hast und es Zeit ist, genauer hinzuschauen.
Genau an diesem Punkt begleite ich heute Frauen, die beruflich viel erreicht haben und trotzdem spüren, dass ihr bisheriger Weg nicht mehr ganz zu ihnen passt.
Wenn Du Deinen beruflichen Weg mit mehr Klarheit und innerer Sicherheit gestalten möchtest, erfährst Du hier mehr über meine 12-Wochen-Begleitung Werde beruflich ganz Du.